Jägerita | Cocktail-Rezept mit Jägermeister

Eine Jägerita mit Jägermeister, Triple Sec, Limettensaft und Zuckersirup.

Jägerita | Cocktail-Rezept mit Jägermeister

Jeffrey Morgenthaler kann einem wirklich alles verkaufen – Cocktails mit Amaretto zum Beispiel. Der Mann, der dem guten Jeff alles verkaufen kann heißt David Cordoba und dreht ihm 2008 auf einem Bartender-Event einen Drink an, der selbst der experimentierfreudigen Bartender-Koryphäe zu weird war: eine Margarita mit Jägermeister statt Tequila – eine Jägerita. Dass “Jäger” in der Tiefe seines Shot-Herzens ein waschechter Amaro ist, tröstet auf den ersten Blick nicht über den Irrwitz hinweg, der da tiefbraun im Glas schwimmt. Aber Morgenthaler nimmt sich ein Herz und einen tiefen Schluck – und ist begeistert.

So sehr, dass er das Teil seit 2015 permanent ungefragt bewirbt, wenn auch inzwischen in einer Frozen-Variante, die mittlerweile wohl auch medial präsenter ist. Verständlich: durch das Mehr an Eis und die extreme Kälte gerät die Frozen Jägerita nicht mehr ganz so wuchtig, erfrischender und insgesamt leichtfüßiger. Ja, ist ein guter Drink. Aber uns begeistert, nachdem wir auf das Video von Kultivierte Tresenwesen hin beide Varianten getestet haben, eher die “klassische” Jägerita. Krasser Punch, derbe ins Gesicht, kräutrig, leicht bitter und mit der aromatischen Androhung, allzu wuchtig zu werden, sollte man es dem Glas erlauben, warm zu werden. Tugenden, die auch ein eiskalter Shot Jägermeister mitbringt – nur eben ein bisschen komplexer und kultivierter.

Das Rezept in Kürze

Zutaten

  • Für den Cocktail
  • 4,5 cl Jägermeister
  • 2,25 cl Triple Sec
  • 2,25 cl Limettensaft (frisch)
  • 1,5 cl Zuckersirup
  • Für die Garnitur
  • 1 Limettenzeste

Zubereitung

  1. Alle Zutaten zusammen kräftig auf Eis shaken und in eine gefrostete Coupette abseihen.
  2. Mit einer Limettenzeste oder einem Limettenrad garnieren.
  3. Trinken.
Die Einkaufsliste
  • Jägermeister
  • Cointreau
  • Coupette-Glas

Warum dieses Rezept und kein anderes?

In ihrer Urform ist die Jägerita ein wenig schwierig auszubalancieren, lebt aber ehrlich gesagt auch von ihren Ecken und Kanten. Wir finden trotzdem, dass ihr eine angemessen Menge Süße guttut, weswegen wir mit dem Zuckersirup etwas freigeistiger umgehen als wir das sonst bei einer Margarita tun würden. In David Cordobas Original-Rezept kommen 6 cl Jägermeister und je 3 cl Triple Sec und Limettensaft zum Einsatz, zusätzlich zu 1,5 cl Zuckersirup. Auch diese etwas weniger süße Version funktioniert super, ist aber spätestens nach dem Schütteln so viel Flüssigkeit, dass kleinere Coupettes überlaufen.

Eine Jägerita mit Jägermeister, Triple Sec, Limettensaft und Zuckersirup.
Johann

Jägerita

Die Jägerita ist eine kreative Variation der klassischen Margarita, die Jägermeister anstelle von Tequila verwendet. Dieser Cocktail kombiniert Jägermeister mit frischem Limettensaft und Agavendicksaft, was ihm ein unverwechselbares Kräuterprofil mit einer süßen und sauren Balance verleiht. Perfekt für diejenigen, die etwas anderes als die üblichen Cocktails ausprobieren möchten.
Vorbereitungszeit 1 minute
Zubereitungszeit 1 minute
Gesamtzeit 2 Minuten
Portionen: 1 Drink
Gericht: Cocktail

Zutaten
  

Für den Cocktail
  • 4,5 cl Jägermeister
  • 2,25 cl Triple Sec
  • 2,25 cl Limettensaft frisch
  • 1,5 cl Zuckersirup
Für die Garnitur
  • 1 Limettenzeste

Kochutensilien

  • Coupette
  • Rührglas
  • Strainer
  • Jigger

Zubereitung
 

  1. Alle Zutaten zusammen kräftig auf Eis shaken und in eine gefrostete Coupette abseihen.
  2. Mit einer Limettenzeste oder einem Limettenrad garnieren.
  3. Trinken.

Die richtigen Zutaten für die Jägerita

Die wichtigste Frage vorab: Muss es Jägermeister sein? Für einen guten Amaro Sour nicht – für den könnt ihr auch jeden anderen guten Bitterlikör heranziehen. Aber der Spaß an der Jägerita ist dieses Überraschungsmoment, wenn aus der oft so profan eingesetzten Flasche mit dem Hirsch ein Drink entsteht, der aromatisch so dermaßen sinnig und spannend daherkommt. Also gönnt euch die Buddel, im Direktvergleich mit den Flaschen die ihr euch als regelmäßiger Cocktailbart-Leser wahrscheinlich sonst so ins Regal stellt ist sie nämlich auch erstaunlich fair bepreist. Was ist sonst noch drin in dieser flüssigen Kuriosität? Limettensaft: immer, immer frisch. Zuckersirup? Da tut’s der Standard – anders als bei der klassischen Margarita würden wir aber den Agavendicksaft im Schrank lassen. Das gibt zumindest unserer Ansicht nach seltsame Fehlnoten.

Bleibt der Orangenlikör, sprich Triple Sec – Cointreau ist immer eine gute Wahl, Flo aus dem Video oben setzt zurecht auf den ebenfalls sehr guten Pierre Ferrand Dry Curacao. Bedenkt allerdings, dass der Likör den Drink eher im Hintergrund abrundet – Orangen-Aromen lassen sich durch die Limettensäure und die Jägerkräuter nur schwerlich erahnen. Stört aber nicht weiter, der Star des Abends trägt eh Geweih.

Die Bilder für diesen Artikel wurden mit KI erstellt.