
Squeaky Wheel | Cocktail-Rezept mit Mezcal & Campari
“The squeaky wheel gets the oil“, hat der Vater von Bartender Nicholas Bennett immer gesagt, das quietschende Rad bekommt das Öl. Weil Bennett findet, dass seine Variante eines Mezcal Negronis auch in Form von achtsamer Zubereitung „geölt“ werden muss, verpasst er dem Cocktail seinen Namen: Squeaky Wheel. Ja, fanden wir als Herleitung auch ein klein wenig arg um die Ecke gedacht, aber wir wollten euch die Namenshistorie nicht vorenthalten. Wichtig ist: der Name ist cool und der Drink hervorragend.
Wer sich wie wir gerne mal einen Five Point Palm Exploding Heart Technique nach Erick Castro rührt, wird sich auch für diese Kombination aus Mezcal, Kaffeelikör und Bitter begeistern, wobei der Squeaky Wheel geschmacklich ein wenig verspielter, aber auch komplexer ist. Auf die Basis-Kombination aus Agavenbrand und Kaffeelikör kommt hier statt des Punt E Mes Campari und ein Hauch von Amaretto. Im Ergebnis wird dieser Cocktail dadurch süßer und anschmiegsamer, anders als Castro-Version aber spätestens ab dem zweiten auch ein bisschen anstrengend am Gaumen.
Warum dieses Rezept und kein anderes?
Bennett betont, dass er für seinen Drink den St. George NOLA Coffee Liqueur einsetzt und ihn zu dessen Kombination mit Campari wohl inspiriert hat, dass er sich gerne mal einen Dash Angostura in den Morgenkaffee gönnt. Jetzt hatten wir den leider nicht zur Hand und können auch dem Angostura-Kaffee wenig abgewinnen. Sein Ursprungsrezept hinterlässt aber auch mit den uns zur Verfügung stehenden Kaffeelikören wenig Spielraum für offene Wünsche – wir waren schlicht und einfach happy mit dem Ergebnis.

Squeaky Wheel
Zutaten
Kochutensilien
Zubereitung
- Alle Zutaten auf viel Eis kräftig rühren.
- In einen Tumbler auf frische Eiswürfel abseihen.
- Mit Orangenzeste garnieren.
- Trinken.
Die richtigen Zutaten für den Squeaky Wheel
Beim Campari kann man sich natürlich vogelwild durch die Amari mixen, aber der König der Bitterliköre passt da schon sehr gut rein – andere Flaschen aus der roten Abteilung waren uns zumindest in diesem Drink immer etwas zu mild oder änderten die geschmackliche Richtung zu stark. Beim Mezcal setzen wir auf Topanito 52%, der etwas günstigere 40%ige geht auch, zieht den Drink aber sehr ins Vegetale. Wer kräftigen Rauch mag, fährt mit Del Maguey Vida sehr gut. Amaretto? Adriatico, aufgrund unserer sehr speziellen Beziehung zu dieser Likörkategorie haben wir aber auch ehrlich gesagt keinen anderen im Haus.
Beim Kaffeelikör solltet ihr einen kräftigen, nicht zu süßen nehmen, damit der Drink nicht zum Dessert verkommt und sich die Aromatik überhaupt zwischen Agave und Campari entfalten kann. Mr. Black funktioniert hier für uns sehr schön. Bleibt der Angostura: wie immer gehen natürlich auch andere Aromatic Bitters, etwa von The Bitter Truth – aber extra neue anschaffen braucht ihr für den Squeaky Wheel nicht, falls ihr die allseits verfügbaren Angostura Bitters im Haus habt.
Die Bilder für diesen Artikel wurden mit Hilfe von KI erstellt.